Einigkeit — Neulich vor langer Zeit …

Ein D‑Zug fährt von Dres­den nach Preu­ßen/­Ba­den-Würt­tem­berg und wie­der zurück nach Sachsen.
Im Klo­sett befin­det sich der bahn­amt­li­che Vermerk:
‚Die Benüt­zung des Klo­setts ist nur 5 Minu­ten gestattet!‘

Das gibt einem Preu­ßen zu fol­gen­den Vers Anlass:
‚Wer hier mal wat ver­rich­ten will, der möge sich mal spu­ten. Die Bahn­ver­wal­tung gönnt ihm zum Kacken nur 5 Minuten.‘
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Ein Bay­er schreibt darunter:
‚Wer die­sen Vers geschrie­ben hat, der ist gewiss aus Preu­ßen. Denn wer nicht viel zu fres­sen hat, hat auch nicht viel zu scheißen.‘
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Ein Schwa­be ver­stieg sich zu fol­gen­dem Vers:
‚Wer aber das geschrie­ben hat, das isch gewiss an Bay­er. Die fres­sa und die saufa viel, und schei­ßen wie a Reiher.‘
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Dar­un­ter schreibt nun ein Sachse:
‚Seht die Deut­sche Einig­keit, hier tut es sich bewei­sen: Dem einen gönnen’s Fres­sen nicht, dem andern nicht das Scheißen.‘
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Den Schluss­vers macht ein Ostfriese:
‚Wer Freud und Ein­tracht sehen will, der braucht nicht weit zu wan­dern, in unse­rem schö­nen Ost­frie­sen­land scheißt einer auf den andern!

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