Hans: In der Zeitung steht …

Hans: “In der Zei­tung steht: Räu­ber beschenkt Bür­ger.“
Emil: “Inter­es­sant. Aber was ist eigent­lich ein Geschenk?“
Hans: “Das ist eine gute Fra­ge!“
Emil: “Ja. Und was ist es nun?“
Hans: “Ein Geschenk ist etwas, was ich mit mei­nem eige­nen Geld kau­fe und jemand ande­rem ohne Gegen­leis­tung für immer über­ge­be.“
Emil: “Ich glau­be, so ein­fach ist das nicht.“
Hans: “War­um?“
Emil: “Bei den soge­nann­ten Steu­er­ge­schen­ken ist das genau umge­kehrt.“
Hans: “Wie­so? Das will ich jetzt genau wis­sen.“
Emil: “Wenn der Staat soge­nann­te Steu­er­ge­schen­ke macht, dann ver­schenkt er nichts.“
Hans: “Was heißt das?“
Emil: “Der Staat nimmt Dir ledig­lich etwas weni­ger von Dei­nem Geld weg. Er behaup­tet aber, das Geld, was er Dir weni­ger weg­nimmt, sei ein Geschenk.“
Hans: “Das ist ja dreist. So gese­hen wird aus einer etwas gerin­ge­ren Berau­bung eine Beschen­kung.“
Emil: “Ja. Ich ver­ste­he. Wenn mich ein Räu­ber über­fällt und beraubt, mir aber das Geld für eine Fahr­kar­te mit der Stra­ßen­bahn belässt, damit ich nach Hau­se fah­ren kann, hat er mich nach der Logik der Poli­tik beschenkt.”

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