Der Piratenkapitän Schiefmaul …

Der Pira­ten­ka­pi­tän Schief­maul weiß, dass er in unsi­che­ren Gewäs­sern kreuzt.
Eines Mor­gens sieht er erst ein, dann drei, dann fünf, schließ­lich zehn Segel am Hori­zont. Es ist die Flot­te des Königs.
Da baut sich der Kapi­tän vor der Mann­schaft auf und ruft: “So leicht geben wir uns nicht geschla­gen! Ich wer­de mich als ers­ter ins Getüm­mel stür­zen. Und ihr folgt mir gefäl­ligst nach!“
Schwei­gen herrscht in der Run­de.
Der Kapi­tän endet mit den fei­er­lich aus­ge­ru­fe­nen Wor­ten:
“Man brin­ge mir mein rotes Hemd!“
Dar­auf­hin ent­brennt ein wil­der Kampf, den die Pira­ten am Ende gewin­nen.

Am Abend fragt der ­Ers­te Offi­zier den Pira­ten­ka­pi­tän:
“Was soll­te das mit dem roten Hemd?”
“Ganz ein­fach”, ant­wor­tet der Kapi­tän, “wäre ich im Kampf ver­letzt wor­den, dann hät­te das wegen der Far­be des Hem­des nie­mand bemerkt. Und ihr hät­tet alle ein­fach wei­ter­ge­kämpft.“
Am über­nächs­ten Tag zie­hen am frü­hen Mor­gen wie­der Segel am Hori­zont auf, erst fünf, dann zehn, dann 20, dann 50. Es ist die könig­li­che Flot­te.“
Erneut baut der Kapi­tän sich vor sei­nen Leu­ten auf und hält ihnen eine kur­ze Anspra­che.
Dann endet er mit den fei­er­lich aus­ge­ru­fe­nen Wor­ten: “Man brin­ge mir mei­ne brau­ne Hose!”

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