Geiziger Anwalt

Eine ört­li­che Wohl­tä­tig­keits­or­ga­ni­sa­ti­on stellt fest, dass sie bis­her kei­ne Spen­den von dem erfolg­reichs­ten Anwalt der Stadt erhal­ten hat.
Ein Ver­tre­ter der Orga­ni­sa­ti­on schaut bei dem Anwalt in sei­ner pracht­vol­len Kanz­lei vor­bei. Nach einer kur­zen Begrü­ßung sagt er zum Anwalt: „Unse­re Nach­for­schun­gen haben erge­ben, dass Sie kei­nen Pfen­nig spen­den, obwohl Ihr jähr­li­ches Ein­kom­men über drei Mil­lio­nen Euro beträgt. Wür­den Sie nicht ger­ne etwas an die Gesell­schaft zurückgeben?“
Der Anwalt denkt eine Minu­te nach und sagt: „Ers­tens: Haben Ihre Nach­for­schun­gen auch erge­ben, dass mei­ne Mut­ter nach lan­ger Krank­heit im Ster­ben liegt und sie außer Stan­de ist, die enor­men Behand­lungs­kos­ten zu zahlen?“
Der Ver­tre­ter sagt ver­le­gen: „Oh … Nein, das wuss­te ich nicht.“

Zwei­tens: Ist Ihnen bekannt“, fragt der Anwalt, „dass mein Bru­der, ein kör­per­lich behin­der­ter Kriegs­ve­te­ran, blind und auf einen Roll­stuhl ange­wie­sen ist und nicht für sei­ne Frau und sechs Kin­der sor­gen kann?“
Pein­lich berührt, stam­melt der Ver­tre­ter eine Ent­schul­di­gung, wird dabei aber wie­der vom Anwalt unterbrochen.
„Drit­tens: Haben Ihre Nach­for­schun­gen erge­ben, dass mein Schwa­ger in einem furcht­ba­ren Auto­un­fall ums Leben gekom­men ist und mei­ne Schwes­ter mit­tel­los, mit einem Berg von Schul­den und drei Kin­dern, von denen eines kör­per­lich und ein ande­res geis­tig behin­dert ist, zurück­ge­las­sen hat?“
Der Ver­tre­ter wür­de vor Scham am liebs­ten im Boden ver­sin­ken und sagt: „Bit­te ver­zei­hen Sie. Ich hat­te kei­ne Ahnung.“
Dar­auf sagt der Anwalt: „Wenn die schon kein Geld von mir bekom­men, wie kom­men Sie dann auf die Idee, dass ich Ihnen etwas gebe?“

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