Der Seppl kommt aus der Dorfschule nach Hause …

… und setzt sich in der Stu­be ans Fens­ter. Die Leh­re­rin hat den Schü­lern als Haus­auf­ga­be auf­ge­ge­ben, ein Gedicht zu ver­fas­sen. Nun sitzt der Seppl am Fens­ter und schaut auf den Hof.
Da sieht er die Magd über den Hof gehen und schreibt:
****
Die Magd geht hin zur Scheune,
ihr Kleid­chen ist ganz neu.
Am Arm hat sie ein Körbchen,
ich glaub’, sie holt da Heu.
****
Plötz­lich sieht er den Knecht über den Hof gehen. Er schreibt:
****
Der Knecht geht auch zur Scheune,
Er pfeift und ist ganz froh.
In der Hand hat er ’ne Gabel,
ich glaub’ da holt er Stroh.
****

Nun geschieht lan­ge gar nichts. Seppl wird neu­gie­rig, geht zur Scheu­nen­tür und guckt durch einen Spalt in die Scheune.
Da läuft er schnell zurück und schreibt:
****
Die Magd liegt tot am Boden,
der Knecht liegt auf ihr drauf.
Er zuckt nur noch ein bisschen,
ich glaub, bald stirbt er auch.
****

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.